Eine neue Kultur des Alterns

‚Älteste‘ – Ihre Neuentdeckung in der Moderne

 

Unsere ‚moderne‘ Gesellschaft idealisiert die Jugend und grenzt alte Menschen aus. Alle werden immer älter, kaum eine(r) aber will als sein. Trotzdem: Durch den demographischen Wandel nimmt die Zahl der ‚Alten‘ ständig zu: die Über-60-jährigen bilden bald die Mehrheit der Gesellschaft. Doch diese ‚neue Mehrheit‘ hat kein positives Selbstbild, keine eigene Identität, kein Bewusstsein ihrer Bedeutung und Kraft. Wir haben viel ‚Alte‘, aber wenig ‚Älteste‘. Und: Sie wird nicht ernst genommen. Wir honorieren und würdigen als Gesellschaft nicht mehr die Weisheit eines gelebten Lebens.

Die Diskussion über die Alterung der Gesellschaft nimmt kontinuierlich zu. Doch in der Regel wird fast immer nur von der ‚Über’-Alterung gesprochen, als handle es sich bei diesem Phänomen nur um eine Krise. Bestenfalls versuchen einige Publikationen, alternden und alten Menschen mit gut gemeinten Anregungen über die kreative Gestaltung des dritten Lebensabschnitts Mut zu machen. Es gibt aber keine Kultur der Potentialentwicklung, die sich auf diesen letzten Lebensabschnitt bezieht.  Bei der ständig wachsenden Menge von Menschen, die ein hohes Alter erreichen, gibt es ein großes Bedürfnis, ihr Alter anders zu definieren, denn als Teil einer demographischen ‚Methusalem-Katastrophe‘.

 

Zudem scheint sich die Angst vor einer alternden Gesellschaft auf eine kulturell längst überholte Definition von Alter zu stützen. Das Klischee von Altersstarrsinn,  Müdigkeit und Verdrängung, welche vielleicht noch auf die Nachkriegs-Generation zutraf, ist überholt. Die Generation, die nun als Bevölkerungsmehrheit auf das Rentenalter zugeht, ist das Produkt einer Babyboomer-Generation, beeinflusst vom zivilgesellschaftlichen Wiederstand der 68-Generation und aller folgenden sozialen Bewegungen, geprägt von Selbsterfahrung, Globalisierung und interkulturellem Dialog. Noch nie waren so viele alte Menschen so gut ausgebildet, so gut versorgt, so gut gesundheitlich versorgt und so gut vernetzt. Es scheint es an der Zeit, darüber nachzudenken, welche gesellschaftlichen Veränderungen durch neue Alte angestoßen werden könnten. Können wir eine globale kulturelle Tradition aufgreifen und sie als neue ‚Älteste‘ sehen?

 

 

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Studentinnen der HDM Stuttgart haben uns besucht:

 



Eine Reportage des Bayerischen Rundfunks aus unseren Anfängen:

 


 

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