radikALTERnativ

 

 

29.04. - 03.05.2020

 

   Wir haben uns entschieden, das Symposium radikALTERnativ in den Herbst oder womöglich auch ins Frühjahr 2021 zu verschieben. Denn auch, wenn sich das öffentliche Leben nach dem 19.4. wieder normalisieren sollte, wäre es nur schwer möglich, das Symposium erfolgreich durchzuführen. Die bereits eingezahlten Beträge überweisen wir in den nächsten Tagen zurück.

 


 

Stell Dir vor, unsere Gesellschaft würde alle Lebensphasen gleichermaßen schätzen, statt die Jugend zu

idealisieren und Alte auszugrenzen. Stell Dir vor, wir würden Alter, Krankheit und Tod annehmen, nicht

leugnen. Stell dir vor, dass wir nicht nur immer älter werden, sondern auch bewusst alt sein wollen.

Durch den demographischen Wandel nimmt die Zahl der ‚Alten‘ ständig zu: Der Anteil der über-60-Jährigen

hat sich in den letzten 60 Jahren verdoppelt, bald ist jeder dritte über 60.

 

Betrachten wir die Generation 60+ also einmal radikALTERnativ:

Was wäre, wenn dieser große Teil der Gesellschaft ein positives Selbstbild hätte? Eine eigene Identität, ein

Bewusstsein ihrer Bedeutung und Kraft? Und wenn die Weisheit gelebten Lebens kollektiv gewürdigt und

aktiv nachgefragt würde?

 

Was, wenn die Generation, die nun auf das Rentenalter zugeht, unter anderem geprägt vom

zivilgesellschaftlichen Widerstandsgeist der 1968er Generation und folgender sozialer Bewegungen,

aufgeweckt von den Möglichkeiten zur Selbsterfahrung, auf eine besondere Weise reif wäre, ihre tiefe

Erfahrung zum Wohl der Gesellschaft weiterzugeben?

 

Was wäre, wenn wir das Alter nicht als Fluch oder ‚Methusalem-Katastrophe‘, sondern als Segen und

generative Aufgabe betrachteten?

Wenn wir Altern nicht als „Alt-Last“ begreifen, sondern als Möglichkeit und Auftrag zum Wachstum nach

innen?

Wenn wir die Endlichkeit nicht länger verdrängen, sondern der Wachstumsgesellschaft vorleben, wie aus

der Einsicht in die natürliche Begrenztheit unserer Ressourcen und einem daraus gestaltenden Engagement

reife Lebens-Qualität entsteht?

 

Welche politisch-wirtschaftlich-kulturellen Veränderungen könnten von diesem Drittel der Bevölkerung

angestoßen werden, wenn sie bewusst altert?

Wenn wir auf die Krisen der Welt mit der neuen Narrenfreiheit als radikale Rebellen des Alters reagieren,

beim enkeltauglichen Kulturwandel mitmischen und Stellung

beziehen - kühn und laut, oder leise und weise?

Wenn wir einer wütenden Jugend gegenüber für unsere Fehler die Verantwortung übernehmen und um

Vergebung bitten?

Was, wenn der Klimawandel auch die Alten zum Wandel bringt?

 

Aufgabe der Gegenwartskultur wäre es, Räume bereitzustellen, in denen Menschen sich den Potentialen,

Aufgaben und Möglichkeiten öffnen können, die das zunehmende Alter für sie und die Gesellschaft

bereithält.

Wie müssten bewusst gestaltete Übergänge aussehen, mit denen wir uns aus dem klassischen Berufsleben

oder anderen Verantwortlichkeiten der Lebensmitte verabschieden und in eine nächste Identität

hineinwachsen können?

Wie entsteht aus der Reise nach innen eine Spiritualität und Mystik des Alters?

Können neue Alte in dieser schnellen Welt zu HüterInnen eines lebensfördernden Tempos, von Ruhe und

Gelassenheit werden?

 

Was wäre, wenn die Steigerung von 'alt' über 'älter' schließlich 'Älteste' hervorbringen würde, die mit

Weisheit, Witz und Wohlwollen den folgenden Generationen dienen?

 

 

Der kulturübergreifende Archetyp des oder der 'alten Weisen' scheint in der Moderne verschwunden - lässt

er sich im Kultur- und Alterswandel neu entdecken?

Was wäre, wenn diese verborgene Kraft der Älteren aus dem inneren Wissen, aus reifer Intuition, aus tiefer

Begegnung, aus Verbundenheit mit dem Leben und in Anerkennung des Todes mit Zukunft schaffenden

Inhalten gefüllt würde?

 

Was, wenn wir uns gemeinsam aufmachten herauszufinden, welche unentdeckten Potentiale in neuen Alten

ruhen, die der Gesellschaft von Nutzen sein können? Was, wenn die Zeit reif wäre für einen neuen Aufbruch

ins Älterwerden?

 

Fragen, die einladen, uns gemeinsam den Facetten unseres Nichtwissens zu stellen. Und in Dialogen,

Erfahrungen, Stille und Meditation, Naturzeiten und Bewegung, Vorträgen, provozierenden Denkimpulsen,

Humor und freudiger Gelassenheit radikALTERnativ Erfahrungen und Träume zu teilen, uns als Kundige und

als Suchende zu begegnen.

 

 

Willkommen zu diesem 'Sulzbrunner Symposium'!

 

 

 

Hier geht's zum

> Programm des Symposiums <

 

 

 

Referent*innen:

 

Prof. Dr. Ingrid Riedel - Tiefenpsychologin, Autorin, Alters-Forscherin

Claus Fussek - Menschenrechtler, Autor, Pflege-Aktivist

Vera Zingsem – Mythenforscherin, Autorin und Theologin

Michael Plesse - Autor, Körpertherapeut, Meditationslehrer und Bewusstseinsforscher 

Sie werden ihre Weisheit anbieten, um mit Ihnen und anderen Interessierten Themen zu erforschen wie

 

- Die Kultur des Alters in Mythos und Gegenwart -

- Lokale Lösungen für den Pflege-Notstand und ein würdevolles Altern -

- Übergänge vom Berufsleben zum Un-Ruhestand und Ältesten-Sein -

- Elders for Future / Alte für die Zukunft -

- Die innere Transformation in letzten Lebens-Viertel -

 

Darüber hinaus werden Workshops angeboten von Kulturforscherinnen Susanne Fischer-Rizzi (Kempten) und Anne Gentner (Stuttgart), die sich mit den alten europäischen Traditionen im Umgang mit Ältesten und Übergängen ins Alter beschäftigen, von Sue Dürr, die in München in hohem Alter bei ATTAC mitwirkt, von Edith Oepen, die sich mit 'Bewusstem Altern' beschäftigt, von Kathleen Battke und Thomas Bebiolka , die 'Alter und Klimaaktivismus' beleuchten, Geschichten der Märchenerzälerin Annika Hoffmann (Allgäu), von VertrerInnen von 'Omas for Future', von ÜbergangsbegleiterInnen aus dem deutschsprachigen Visionssuche & Naturrituale-Netzwerk, von Ältesten des hessischen Eschwege-Instituts und vielen anderen.
 

Außerdem erwarten wir viele 'PraktikerInnen', die in Betreuung und Pflege in der Region mit älteren Menschen arbeiten und nach neuen Wegen suchen.

 

Direkt anschließend an das Symposium werden für alle, die noch tiefer in die Thematik gehen wollen, zwei Post-Workshops stattfinden.

"Bewusst Älter werden - Sinn, Leidenschaft und Weisheit entdecken" mit Edith Oepen & Wolfgang Schindler sowie

"LebensNarben, LebensKräfte" Biographischer Resilienz-Workshop für Kriegskinder und Kriegsenkel mit Kathleen BattkeThomas Bebiolka.

 

 

 

Es laden ein und begleiten durch das Symposium:

 

 

Adelheid Tlach-Eickhoff, Geseko von Lüpke, Carmen Mair, Pascale Wölfling (Gemeinschaft Sulzbrunn)

 

Und weiter gestaltend:

 

Ron Kunga Lacoste, Annebärbel Claussen, Sue Dawson, Rainer vom Stein, Edith Oepen, Günter Vierow,

 

Christiane Wilkening, Ernst-Michael Dietze, Marita Schneider, Kathleen Battke, Thomas Bebiolka

 

 

 

Preise finden Sie in unserem Anmeldeformular

 

 

Bitte beachten Sie:

 

 

  • Wenn das Symposium ausverkauft ist, aber auch für Menschen, die nicht während der gesamten Zeit können, gibt es auch noch die Möglichkeit, eine limitierte Anzahl von Tageskarten zu kaufen.

  • Tageskarten stehen in Verbindung mit dem jeweiligen Mittag- und Abendessen.
     
  • Die Schlafplätze in Sulzbrunn sind für Menschen reserviert, die am gesamten Sympsoium teilnehmen.
     
  • Sollten sie keinen Schlafplatz in Sulzbrunn mehr bekommen, müssten sie sich eigenständig um einen Schlafplatz in der Umgebung kümmern.
     
  • Wir haben vor ein Shuttle einzurichten, welches sie vom Bahnhof in Sulzberg/Ried nach Sulzbrunn und wieder zurück bringen kann.
    Bitte geben sie das dann im Anmeldeformular an, wenn sie beispielsweise ohne Auto anreisen und nicht in Sulzbrunn nächtigen werden.
     
  • Auch Tageskarten müssen vorher reserviert werden. Bitte NICHT einfach ohne Anmeldung zum Symposium kommen.
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Videos

 

Studentinnen der HDM Stuttgart haben uns besucht:

 



Eine Reportage des Bayerischen Rundfunks aus unseren Anfängen:

 


 

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Kontakt

 

Gemeinschaft Sulzbrunn e.G.
Sulzbrunn 2

87477 Sulzberg

Tel.: 08376 9294949 (Biite AB benutzen, wir rufen zurück.)
E-Mail: kontakt@gemeinschaft-sulzbrunn.de

 

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