radikALTERnativ


 

'Unterwegs zu einer neuen Kultur des Alterns'
29.04. - 03.05.2020

 

Preise finden Sie in unserem Anmeldeformular


 

Stell Dir vor, unsere Gesellschaft würde alle Lebensphasen gleichermaßen schätzen, statt die Jugend zu

idealisieren und Alte auszugrenzen. Stell Dir vor, wir würden Alter, Krankheit und Tod annehmen, nicht

leugnen. Stell dir vor, dass wir nicht nur immer älter werden, sondern auch bewusst alt sein wollen.

Durch den demographischen Wandel nimmt die Zahl der ‚Alten‘ ständig zu: Der Anteil der über-60-Jährigen

hat sich in den letzten 60 Jahren verdoppelt, bald ist jeder dritte über 60.

 

Betrachten wir die Generation 60+ also einmal radikALTERnativ:

Was wäre, wenn dieser große Teil der Gesellschaft ein positives Selbstbild hätte? Eine eigene Identität, ein

Bewusstsein ihrer Bedeutung und Kraft? Und wenn die Weisheit gelebten Lebens kollektiv gewürdigt und

aktiv nachgefragt würde?

 

Was, wenn die Generation, die nun auf das Rentenalter zugeht, unter anderem geprägt vom

zivilgesellschaftlichen Widerstandsgeist der 1968er Generation und folgender sozialer Bewegungen,

aufgeweckt von den Möglichkeiten zur Selbsterfahrung, auf eine besondere Weise reif wäre, ihre tiefe

Erfahrung zum Wohl der Gesellschaft weiterzugeben?

 

Was wäre, wenn wir das Alter nicht als Fluch oder ‚Methusalem-Katastrophe‘, sondern als Segen und

generative Aufgabe betrachteten?

Wenn wir Altern nicht als „Alt-Last“ begreifen, sondern als Möglichkeit und Auftrag zum Wachstum nach

innen?

Wenn wir die Endlichkeit nicht länger verdrängen, sondern der Wachstumsgesellschaft vorleben, wie aus

der Einsicht in die natürliche Begrenztheit unserer Ressourcen und einem daraus gestaltenden Engagement

reife Lebens-Qualität entsteht?

 

Welche politisch-wirtschaftlich-kulturellen Veränderungen könnten von diesem Drittel der Bevölkerung

angestoßen werden, wenn sie bewusst altert?

Wenn wir auf die Krisen der Welt mit der neuen Narrenfreiheit als radikale Rebellen des Alters reagieren,

beim enkeltauglichen Kulturwandel mitmischen und Stellung

beziehen - kühn und laut, oder leise und weise?

Wenn wir einer wütenden Jugend gegenüber für unsere Fehler die Verantwortung übernehmen und um

Vergebung bitten?

Was, wenn der Klimawandel auch die Alten zum Wandel bringt?

 

Aufgabe der Gegenwartskultur wäre es, Räume bereitzustellen, in denen Menschen sich den Potentialen,

Aufgaben und Möglichkeiten öffnen können, die das zunehmende Alter für sie und die Gesellschaft

bereithält.

Wie müssten bewusst gestaltete Übergänge aussehen, mit denen wir uns aus dem klassischen Berufsleben

oder anderen Verantwortlichkeiten der Lebensmitte verabschieden und in eine nächste Identität

hineinwachsen können?

Wie entsteht aus der Reise nach innen eine Spiritualität und Mystik des Alters?

Können neue Alte in dieser schnellen Welt zu HüterInnen eines lebensfördernden Tempos, von Ruhe und

Gelassenheit werden?

 

Was wäre, wenn die Steigerung von 'alt' über 'älter' schließlich 'Älteste' hervorbringen würde, die mit

Weisheit, Witz und Wohlwollen den folgenden Generationen dienen?

 

 

Der kulturübergreifende Archetyp des oder der 'alten Weisen' scheint in der Moderne verschwunden - lässt

er sich im Kultur- und Alterswandel neu entdecken?

Was wäre, wenn diese verborgene Kraft der Älteren aus dem inneren Wissen, aus reifer Intuition, aus tiefer

Begegnung, aus Verbundenheit mit dem Leben und in Anerkennung des Todes mit Zukunft schaffenden

Inhalten gefüllt würde?

 

Was, wenn wir uns gemeinsam aufmachten herauszufinden, welche unentdeckten Potentiale in neuen Alten

ruhen, die der Gesellschaft von Nutzen sein können? Was, wenn die Zeit reif wäre für einen neuen Aufbruch

ins Älterwerden?

 

Fragen, die einladen, uns gemeinsam den Facetten unseres Nichtwissens zu stellen. Und in Dialogen,

Erfahrungen, Stille und Meditation, Naturzeiten und Bewegung, Vorträgen, provozierenden Denkimpulsen,

Humor und freudiger Gelassenheit radikALTERnativ Erfahrungen und Träume zu teilen, uns als Kundige und

als Suchende zu begegnen.

 

 

Willkommen zu diesem 'Sulzbrunner Symposium'!

 

 

Bereits zugesagte Referent*innen:

 

Ingrid Riedel - Tiefenpsychologin, Autorin, Alters-Forscherin

Claus Fussek - Menschenrechtler, Pflege-Aktivist

Sue Dürr - Volkstänzerin, Attac-Mitbegründerin

Angaangaq Lybert - Grönländischer Inuit-Ältester und Schamane

 

 

Es laden ein und begleiten durch das Symposium:

 

 

Adelheid Tlach-Eickhoff, Geseko von Lüpke, Anna Nagler, Yatro Werner, (Gemeinschaft Sulzbrunn)

 

Und weiter gestaltend:

 

Ron Kunga Lacoste, Annebärbel Claussen, Sue Dawson, Rainer vom Stein, Edith Oepen, Günter Vierow,

 

Christiane Wilkening, Ernst-Michael Dietze, Marita Schneider, Kathleen Battke, Thomas Bebiolka

 

 

 

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Videos

 

Studentinnen der HDM Stuttgart haben uns besucht:

 



Eine Reportage des Bayerischen Rundfunks aus unseren Anfängen:

 


 

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Kontakt

 

Gemeinschaft Sulzbrunn e.G.
Sulzbrunn 2

87477 Sulzberg

Tel.: 08376 9294949 (Biite AB benutzen, wir rufen zurück.)
E-Mail: kontakt@gemeinschaft-sulzbrunn.de

 

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